Das Nordlicht „Schleswig-Holstein“ brachte 2011 ein individuelles Gesetz im Bereich der Glücksspiele auf den Weg, nachdem sich gegen die Gesetzesvorlage der übrigen Länderkollegen entschieden hatte, dieses Gesetz wird am 01. März dieses Jahres gültig.
Die übrigen Bundesländer tappen immer noch im Dunkeln, ob ihre Vorlage von der EU-Kommission grünes Licht bekommen wird, was deshalb fraglich ist, da kein virtuelles Pokerspiel noch Glücksspiel im Netz hier enthalten sind.
Zudem will man eine Liberalisierung des Marktes für Sportwetten nicht vollständig durchführen, was die Kommission als willkürlich auslegen kann. Diese warten nun auf einem Entschluss von der Kommission, doch im Norden geht der Kampf um die Zulassungen in die erste Runde.
Den Markt für Sportwetten des Nordlichts will man großräumig liberalisieren und auch Poker und Glücksspiel auf virtueller Ebene sind nun erlaubt. Es hat den Anschein, als ob die Betreiber von Glücksspiel sehr zufrieden mit der Liberalisierung im Norden sind. Grund: Laut dem Vorsitzenden der CDU-Fraktion sollen schon rund 90 Bewerber für eine Zulassung im Norden vorhanden sein.
Dies sagte er vor Kurzem auf dem Kongress für Sportwetten „SpoBiS“. Dieses Gesetz tritt ab März in Kraft, aber ob die Zuteilung der Konzessionen schon am Tag darauf durchgeführt werden kann, steht noch nicht fest, da die Verordnung zur Überwachung noch in Arbeit ist. Der Vorsitzende machte klar, dass die Betreiber, welche sich um eine Zulassung bemüht haben, diese auch binnen eines halben Jahres erhalten sollen.
Man will es der Regierung und den Betreiber möglich machen, exakt zu überprüfen, wer wie oft spielt und welche Offerten dabei genutzt werden. Eine derartige Überprüfung ist auf einem solchen Markt sehr relevant, welcher bis zu 10 Milliarden Euro schwer ist. Die Landesregierung erwartet sich von dieser Liberalisierung Vorzüge finanzieller Art, kurzum, mehr Steuern.
Es wird nicht mehr viel Zeit vergehen, bis im Norden Betreiber den Bürgern rechtmäßig ihre Dienstleistungen bereitstellen können. Man wird sehen, wie die Lage in der restlichen Bundesrepublik ausfallen wird. Momentan hat es aber den Anschein, als ob keine Einheitlichkeit erzielt werden kann, doch man kann nicht absehen, was geschieht, wenn der Entwurf der anderen 15 Länder bei der EU keine Gnade findet.
Der Vorsitzende denkt, dass ein kohärenter Markt für Glücksspiel in der Bundesrepublik das Prinzip im Norden als Beispiel nehmen wird, man darf gespannt sein, wie es weitergeht.
Joulyn Neumüller

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